Warum bin ich im Verein

Eines Tages stand ein junger Mann im Büro. Er benötige Deutschhilfe, damit er die Anfang Juli anstehende Schulprüfung bestehen und danach in die Berufsbildungsschule kommen kann. Er hatte den bereits ausgefüllten Vereinsbeitragsbogen dabei. Zufällig trafen Dagmar und Inger-Liese sich kurz darauf. Seitdem übt Inger-Liese mit ihm, um das zu üben, was von der Schule verlangt wird. Er ist sehr lernfähig, hat sich in den vergangenen drei Jahren intensiv bemüht, „unsere Welt“ zu verstehen und Deutsch so gut zu lernen, dass er jetzt schon einen Ausbildungsvertrag in der Tasche hat.

Auch Inger-Liese ist eine Fremde gewesen, allerdings schon seit 40 Jahren in Deutschland, die meiste Zeit davon in München. Sie ist seit der Gründung des Vereins Hand in Hand in Haar dabei, weil sie erkannte, dass man besonders in den Hochhäusern in Haar vereinsamen kann, wenn man „nur“ zur Arbeit geht, oder sich „nur“ mit bisherigen Freunden trifft. Der demographische Wandel fordert neue Ansätze. Familien sind weiter verstreut als vor den Weltkriegen. Als angehende Rentnerin möchte sie sich „vor Ort“ in unserer lebendigen Gemeinde Haar aktiv einbringen.

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